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Das Kodi Media Center im Eigenbau

Kodi Extras

Hier noch einige Extras die das Leben im Umgang mit Kodi erleichtern. Zusätzlich zum Standard-AddOn-Repository der Kodi-Macher lassen sich noch weitere, von anderen Anbietern installieren. Natürlich sollte man damit vorsichtig sein wenn man sich nicht sicher sein kann ob die Quelle vertrauenswürdig ist. Es wäre durchaus möglich das sowas gerne als Einfallstor für Viren und Trojaner mißbraucht wird, nichtsdestotrotz existieren einige private Repos von Kodi-Programmierern die dort ihre AddOns anbieten die sich eigentlich noch in der Entwicklung befinden jedoch schon öffentlich zugänglich sind. Viele dieser Beta-AddOns werden aber schon seit einer Weile entwickelt und manche davon funktionieren schon recht zu verlässig.
Alle AddOns aufzulisten würde hier zu weit gehen aber einige der gängigsten AddOns aus dem Standard-Repository sind z.B. YouTube, Twitch, Netflixbmc, Rom Collection Browser, … auf einige dieser möchte später noch näher eingehen. Aber zuvor noch ein Blick auf die Möglichkeit Kodi vom eigenen Smartphone fern zu bedienen.

Remotes on Steroids, … eh no, Androids

Normalerweise machen sich diese Apps, die als Fernbedienung für Kodi fungieren sollen, das WLAN des Subnetzes zu nutze in der sich auch eine Kodi-Maschine finden läßt. Dabei wählt man im ersten Schritt aus welche Instanz einer Kodi-Maschine man steuern möchte, es ist also auch möglich mehrere Instanzen zu steuern. Wurde eine Instanz ausgewählt, landet man in einer Bedienöberfläche die einer Fernbedienung schon sehr ähnlich sieht.
In diesem Beispiel gehe ich von Android aus, ich bin mir aber relativ sicher dass es dieselben oder ähnliche Apps ebenfalls für iOS gibt, jedoch gehe ich hier nicht näher darauf ein. Die offizielle Remote-App für Kodi nennt sich Kore.
Official remote app for Kodi: Kore

Kore bietet die gewöhnlichen Knöpfe zur Menünavigation, Auswahl von Menüeinträgen oder den Aufruf zusätzlicher Informationsdialoge z.B. EPG oder Abfragen zum aktuell laufenden Film aus den gängigen Filmdatenbanken. Zwei weitere Bildschirme ergänzen die Hauptbedienung, der Eine um eine Wiedergabeliste mit Einträgen die wie in einer Warteschlange abgespielt werden. Lokale Videos können hier ebenso auftauchen wie YouTube-Videos die durch den Share-Knopf in diese Liste aufgenommen wurden. Der andere Bildschirm bietet die gängige Videokontrolle, …

Videocontroller of Kore

… wie Play, Stop, Pause und eine Playbar in der auch das sonst übliche Spulen ersetzt wird indem man einfach einen Zeitindex wählt. Die Lautstärke kann über die Wippschalter an der Seite reguliert werden so wie das sonst auch üblich ist allerdings nur solange die App auch angezeigt wird, wechselt man in einer andere App wird logischerweise dessen Lautstärke reguliert und nicht die der Kodi-Maschine!

Push-Notifications als Einblendung

Notify ist eine Kompanion-App for Kore die es erlaubt Push-Nachrichten bei Kodi oben rechts einzublenden. Anrufe, Chat oder eMail, so bleibt man auf dem Laufenden und muß nicht mal mehr zum Smartphone greifen.

Screenshot_Kore_Notify

Die App erlaubt natürlich eine Auswahl derjenigen Push-Nachrichten die auf Kodi angezeigt werden sollen ansonsten könnte ein reger Chat sehr schnell als störend empfunden werden. Diese App ist bisher leider noch in der Betaphase und über Google Play z.Z. nicht direkt verfügbar wer sich aber der Testergruppe bei Google+ anschließen möchte erhält einen Download-Link.

Battle of the Remotes

Als Alternative hat auch die Remote-App Yatse für Kodi besondere Popularität erlangt. Diese bietet nahezu alle Features von Kore an, ist ähnlich strukturiert und geht manchmal noch ein bißchen darüber hinaus:

Another remote for Kodi: Yatse

Ein ganz besonderes Feature ist der Fingerslide, den man mit dem Knopf ganz rechts aktivieren kann. Die üblichen Knöpfe verschwinden dann und es bleibt nur noch eine Fläche übrig, die Slides mit dem Finger registriert:

Switch to Slidemode

was auch optisch durch einen blauen Punkt wiedergegeben wird wenn diese Fläche berührt wird.

Yatse's Fingerslide

Rauf & runter wechselt das Programm, Rechts & Links spult vor und zurück, Single-Tap wählt einen Menueintrag aus. Double-Tap kehrt zur übergeordneten Menü zurück. Großartig intuitiv!

Der lästige Sperrbildschirm

Wer ein Weile lang eine App dieser Art als Fernbedienung verwendet, wird bald merken das sich der Sperrbildschirm des Smartphones bald als recht lästig erweist weil jede kleine Bedienung nach kurzer Zeit eine erneute Entsperrung erfordert auch wenn man nur mal kurz die Lautstärke ändern möchte. Eine Möglichkeit wäre die Dauer bis zur Sperrung zu verlängern aber das verschiebt das Problem nur und wirkt dann teilweise noch lästiger weil unterschiedliche Zeitspannen darüber entscheiden ob nun entsperrt werden muß.
Eine Möglichkeit den Sperrbildschirm komplett abzustellen ist nicht empfehlenswert da das Smartphone bei Benutzung in der freien Wildbahn dann gänzlich ungeschützt wäre. Eine elegante Lösung bietet sich hier nur für Poweruser an die Root-Zugriff auf das Smartphone haben und z.B. Frameworks wie Xposed verwenden. Hier gibt es ein Modul namens No Lock Home das den Sperrbildschirm nur temporär abstellt z.B. wenn man zuhause im privaten WLAN eingewählt ist.

Amazon Prime

blah!

Netflix

meh!

Quellen:
Anleitung: Amazon Prime Instant Video in Kodi (XBMC) einrichten
Kore
Yatse

By вяоӣсо

I'm a computer kid of the 80', not born but raised in good old' germany, playin' games, makin' music & lovin' the blues. My career started at an age of 10 in a shopping mall where they sold computers too. It was the first time ever i've seen such an electronic monster and was fascinated instantly.
Later on i've learned my first programming skills (Basic) with a friend's Sinclair ZX 81. Yes, that one with the strange plastics keyboard. After that i got some experience with a Schneider CPC464 and the Commodore C64 until i fell in love with the Commodore Amiga, a machine with 4096 different colors which sounds nowadays to most like black'n'white tv's sounded to me at that time.
We played a lot of games like Decathlon, The Last V8, Impossible Mission, Elite, Mega'lo'Mania, Xenon, Speedball or Chaos Engine and ruined a lot of those Competition Pro Joysticks. My favourites were mostly games by Sensible Software, Bitmap Brothers or Rainbow Arts.
What i liked the most about that machine was it's AmigaOS, it's operating system was ahead of it's time. On this machine i learned my first assembler language (m68k) and the hardware internas.
I watched the decline of Commodore with a tear in my eye and at some point i went over to usual business and my first PC and learned it's beastly manners.