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Bits & Bytes

Das Kodi Media Center im Eigenbau

Die Hardware

MS-TECH LC-01 Rev. B
A Micro-ATX slim line case by MS-TECH.

Der Markt für Gehäuse die Boards im Micro-ATX-Formfaktor aufnehmen können ist sehr überschaubar daher fiel die Wahl schnell auf das MS-TECH LC-1, die obere Klappe mit kleinem Eject-Knopf beherbergt den 5¼” Schacht. Die kleinere Klappe darunter ermöglicht Zugriff auf zwei USB Front-Ports. Im Bereich des vorderen Fußes sitzt das integrierte 400W Netzteil, dessen Lüfter leider billig verarbeitet ist und einen entsprechenden Geräuschpegel produziert. Für den Filmgenuß im Wohnzimmer nicht zu gebrauchen daher sollte man hier keine Kosten scheuen und ggfs. den 60mm Lüfter durch ein hochwertigeres Modell austauschen. Das Gehäuse besitzt kein außergewöhnlich edles Aussehen, die Hochleistungsästethik eines Apple-Looks wird wohl definitiv nicht erreicht dafür ist es aber trotz kleiner Mängel im Preis unschlagbar und so übel sieht es auch gar nicht aus. Der größere Standby-Schalter ist umrandet von einer roten LED die im eingeschalteten Zustand den runden Knopf mit einem dezenten, rötlichen Glühen umrandet, das verleiht dem Gehäuse etwas chic.

ASUSe45m1-mPro
AMD’s Fusion “Zacate” processor platform by ASUS. The E45M1-M PRO motherboard.

Dazu habe ich mir folgende Hardware ausgesucht. Als Basis dient AMD’s Fusion Plattform in Form des lüfterlosen Asus E45M1-M Pro, welches eine gute Mischung aus Performance und Effizienz im Stromverbrauch (~17W TDP) darstellt. Es ist ein Micro-ATX-Formfactor, bestückt mit einer AMD Dual-Core E-450, “Zacate” CPU (~1,6 GHz Takt), diese ist leistungstechnisch ungefähr vergleichbar mit ihrem Intel Atom Pendant außerdem besitzt es integrierte Grafik in Form einer Radeon HD 6320 GPU mit HDMI, VGA & DVI Anschlüssen. Der Sound wird befeuert durch einen Realtek ALC887 Codec. Als Speicher fungiert ein 4 GB DDR3-1333MHz PC3-10600 CL9 (2×2) Dual Channel Kit von Transcend was etwas überdimensioniert scheint aber Luft nach oben läßt. Für die lokale Bibliothek für Videos und Musik soll eine günstige 1 TB Festplatte von Western Digital mit 5400 RPM eingesetzt werden weil hier rohe I/O Performance nicht so relevant ist und der Geräuschpegel möglichst niedrig gehalten werden soll und als reiner Datenspeicher um z.B Filme oder Musik wiederzugeben sollte die Lesegeschwindigkeit absolut ausreichend sein.

Delock Compact Flash Card Reader
A compact flash card reader adapted to a SATA interface.

Um also die Linux Systempartition unter zu bringen möchte ich etwas Handliches haben was sich an Ort und Stelle leicht wechseln läßt da man so ein Gerät für gewöhnlich im Wohnzimmer platziert. Da das Gehäuse in kompakter HTPC Bauweise nur einen einzigen 5¼”-Schacht besitzt welcher vom BluRay Laufwerk belegt wird, mußte hier eine andere Lösung her. Dafür habe ich den Delock Compact Flash Card Reader mit Sata Interface und Low Profile Blende sowie eine 16 GB CompactFlash-Karte vorgesehen. Im Falle einer Wartung läßt sich so dass Root-System entnehmen um es an einem Desktop Rechner leichter einer Diagnose unterziehen zu können oder ggfs. für Zwecke des BackUps z.B. bevor man Upgrades installiert. Übrigens 16 GB sind für ein Debian System samt Kodi und allem drum & dran vollkommen ausreichend.

A DVB-T/T2/C and DVB-S2 Dual PCIe TV-Tuner card.

Am schwierigsten aufzutreiben war eine angemessene TV-Karte da diese eine Reihe von Kriterien erfüllen mußte. Zunächst einmal mußte für den verwendeten Chipsatz ein Treiber für das Video4Linux-Subsystem verfügbar sein. Außerdem sollte die PCI-Express-Karte mit einfacher (1x) Busanbindung sowohl einen DVB-T, DVB-C als auch einen DVB-S Tuner enthalten so dass im Falle eines Umzuges das Gerät nicht unbrauchbar wird weil ein entsprechendes Antennensignal nicht zur Verfügung steht. Und damit die Karte in das Gehäuses passt mußte sie im im Low Profile Format gefertigt sein. Die Wahl fiel auf die DVBSky T9580, eine Karte mit DVB-T/T2/C & S2 Tuner.

By вяоӣсо

I'm a computer kid of the 80', not born but raised in good old' germany, playin' games, makin' music & lovin' the blues. My career started at an age of 10 in a shopping mall where they sold computers too. It was the first time ever i've seen such an electronic monster and was fascinated instantly.
Later on i've learned my first programming skills (Basic) with a friend's Sinclair ZX 81. Yes, that one with the strange plastics keyboard. After that i got some experience with a Schneider CPC464 and the Commodore C64 until i fell in love with the Commodore Amiga, a machine with 4096 different colors which sounds nowadays to most like black'n'white tv's sounded to me at that time.
We played a lot of games like Decathlon, The Last V8, Impossible Mission, Elite, Mega'lo'Mania, Xenon, Speedball or Chaos Engine and ruined a lot of those Competition Pro Joysticks. My favourites were mostly games by Sensible Software, Bitmap Brothers or Rainbow Arts.
What i liked the most about that machine was it's AmigaOS, it's operating system was ahead of it's time. On this machine i learned my first assembler language (m68k) and the hardware internas.
I watched the decline of Commodore with a tear in my eye and at some point i went over to usual business and my first PC and learned it's beastly manners.